Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 17.04.2026 · Plattform „Caneflow“ (Software-as-a-Service)
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Bereitstellung und Nutzung der cloudbasierten Software „Caneflow“ (nachfolgend „Plattform“ oder „Dienst“) durch Unternehmerinnen und Unternehmer, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen (nachfolgend „Kundin“ bzw. „Kunde“ oder „Mandant“ im Sinne einer organisatorisch abgeschlossenen Nutzungseinheit).
(2) Anbieter ist Damian Goeres, Diesenbach 3, 83362 Surberg, Deutschland (nachfolgend „Anbieter“). Kontakt: info@caneflow.de.
(3) Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, der Anbieter erkennt sie ausdrücklich schriftlich an.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Gegenstand des Vertrages ist die entgeltliche, zeitlich befristete oder unbefristete (je nach gewähltem Tarif) Nutzungsberechtigung an der Plattform Caneflow in der jeweils vereinbarten Ausprägung (Paket/Plan), einschließlich der dokumentierten Hauptfunktionen (z. B. Terminverwaltung, Buchungslogik, Mandantentrennung, je nach Produktstand).
(2) Der Anbieter erbringt die Leistung ausschließlich in der vereinbarten technischen Umgebung (Hosting, Updates im Rahmen der Produktpflege). Ein Anspruch auf individuelle Softwareanpassung besteht nur, wenn dies gesondert vereinbart und vergütet wurde.
§ 3 Registrierung, Vertragsschluss, Self-Service
(1) Der Vertrag kommt durch Registrierung des Kunden bzw. durch Abschluss des Online-Bestellprozesses (z. B. „Jetzt buchen“ auf der Marketing-Website) und erfolgreiche Zahlungsautorisierung über den eingesetzten Zahlungsdienstleister (derzeit: Stripe) zustande, sofern nicht eine individuelle Offerte zugrunde liegt.
(2) Mit der Registrierung versichert der Kunde, dass alle Angaben wahrheitsgemäß sind und er zur Vertretung der Organisation berechtigt ist.
(3) Der Anbieter kann die Registrierung ablehnen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (z. B. Missbrauch, Rechtsverletzungen, fehlende Zahlungsfähigkeit).
§ 4 Preise, Zahlung, Laufzeit
(1) Es gelten die auf der Website oder im Bestellprozess angegebenen Preise für das gewählte Paket. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.
(2) Die Abrechnung erfolgt über den Zahlungsdienstleister gemäß des dort gewählten Zahlungsmittels. Ein Anspruch auf bestimmte Zahlungsarten besteht nicht.
(3) Laufzeit und Kündigungsfristen ergeben sich aus dem gewählten Tarif bzw. den Angaben im Checkout bzw. im Kundenkonto (Stripe Customer Portal), soweit dort hinterlegt. Änderungen des Anbieters werden mit angemessener Vorankündigung mitgeteilt, sofern gesetzlich oder vertraglich erforderlich.
§ 4a Zahlungsabwicklung mit Stripe Connect Express
(1) Soweit für Endkundenzahlungen Stripe Connect Express eingesetzt wird, verbindet der Kunde (Mandant) sein eigenes Stripe-Connected-Account mit der Plattform. Der Anbieter stellt die technische Anbindung bereit; die Zahlungsabwicklung erfolgt durch Stripe als eigenständig Verantwortlicher im Sinne des Zahlungsdiensterechts.
(2) Vertragspartner für die Zahlungsdienste ist der Kunde (Mandant) gegenüber Stripe. Es gelten ergänzend die Bedingungen von Stripe, insbesondere das Stripe Connected Account Agreement sowie die Stripe-Servicebedingungen in der jeweils aktuellen Fassung.
(3) Der Kunde ist verpflichtet, für sein Connected Account vollständige und korrekte Angaben (z. B. Identität, Steuer- und Auszahlungsdaten) bereitzustellen und regulatorische Anforderungen einzuhalten. Der Kunde trägt etwaige Gebühren, Rückbelastungen (Chargebacks), Zahlungsstreitigkeiten, Auszahlungsrückbehalte oder Kontobeschränkungen, soweit diese seinem Verantwortungsbereich zuzuordnen sind.
(4) Der Anbieter haftet nicht für Entscheidungen oder Maßnahmen von Stripe (z. B. Prüfungen, Verzögerungen, Reserven, Sperrungen oder Kündigungen von Connected Accounts), sofern diese nicht auf einer vom Anbieter zu vertretenden Pflichtverletzung beruhen.
§ 4b Stornierung, Rückerstattung und interne Gutschrift (Professional)
(1) Für Mandanten im Tarif „Professional“ kann je nach Produktkonfiguration bei berechtigter Stornierung anstelle einer externen Rückerstattung auf das ursprüngliche Zahlungsmittel eine interne Kundengutschrift innerhalb des Mandantenkontos gewährt werden.
(2) Bei Wahl der internen Gutschrift verbleibt der eingezogene Betrag beim jeweiligen Mandanten. Der Anbieter wird insoweit nicht Zahlungsempfänger und erlangt kein wirtschaftliches Eigentum an diesen Beträgen; der Anbieter erhält ausschließlich die vertraglich vereinbarte Plattformvergütung.
(3) Der Mandant ist für die rechtlich zutreffende Ausgestaltung seiner Erstattungs-, Gutschrifts- und Verbraucherinformationen gegenüber Endkundinnen und Endkunden selbst verantwortlich.
§ 4c Drittanbieter-Integrationen (u. a. Google Kalender API)
(1) Die Plattform kann optionale Integrationen zu Drittanbietern bereitstellen (z. B. Google Kalender API). Verfügbarkeit, Funktionsumfang und Schnittstellen können von den Vorgaben des jeweiligen Drittanbieters abhängen und sich ohne Einfluss des Anbieters ändern.
(2) Der Anbieter schuldet keine unterbrechungsfreie oder fehlerfreie Synchronisierung mit Drittanbieterdiensten. Zeitverzögerungen, temporäre Ausfälle, API-Limits oder Funktionsänderungen des Drittanbieters können die Nutzung beeinflussen.
(3) Der Kunde entscheidet eigenverantwortlich, welche Daten über Integrationen übermittelt werden, und stellt sicher, dass hierfür eine geeignete Rechtsgrundlage besteht (insbesondere bei personenbezogenen Daten von Endkundinnen und Endkunden).
§ 5 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde nutzt die Plattform nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB. Er ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm bzw. seinen Nutzerinnen und Nutzern eingegebenen Inhalte (z. B. Kundendaten, Texte, Bilder) selbst verantwortlich.
(2) Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen. Der Kunde hat den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn der Verdacht einer missbräuchlichen Nutzung besteht.
(3) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen Nutzung der Plattform durch den Kunden oder seine Nutzer resultieren, es sei denn, der Anbieter hat die Rechtsverletzung zu vertreten.
§ 6 Verfügbarkeit, Wartung
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine durchgehende Erreichbarkeit. Wartungsarbeiten, Updates oder Störungen im Internet können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.
(2) Geplante Wartungen werden — soweit möglich — vorab angekündigt.
§ 7 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in der Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Kunde mit der Plattform personenbezogene Daten Dritter verarbeitet und der Anbieter hierbei im Auftrag des Kunden tätig wird, gilt der gesonderte Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO). Die aktuelle Liste weiterer Unterauftragsverarbeiter ist unter Unterauftragsverarbeiter abrufbar.
§ 8 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, die auf einer Pflichtverletzung des Anbieters beruhen, sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); die Haftung ist in diesem Fall auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden oder Datenverluste ist — soweit gesetzlich zulässig — auf die in Abs. 2 genannten Fälle beschränkt bzw. ausgeschlossen, vorbehaltlich Abs. 1.
§ 9 Geistiges Eigentum
An der Plattform und der Dokumentation stehen dem Anbieter die entsprechenden Schutzrechte zu. Dem Kunden wird eine einfache, nicht übertragbare, auf die Vertragslaufzeit beschränkte Nutzung eingeräumt.
§ 10 Kündigung
(1) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(2) Nach Vertragsende kann der Anbieter die Daten des Mandanten nach Ablauf einer angemessenen Frist löschen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Der Kunde ist für rechtzeitige Datensicherungen selbst verantwortlich.
§ 11 Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anpassen. Über wesentliche Änderungen wird der Kunde informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb einer angemessenen Frist und setzt die Nutzung fort, gelten die geänderten AGB als angenommen, sofern der Kunde auf dieses Rechtsfolgen vorher hingewiesen wurde; im Übrigen bleiben gesetzliche Rechte bestehen.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters, sofern zulässig.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Regelungen unberührt.
Hinweise zum Widerrufsrecht (soweit anwendbar) · Impressum